17.02.2009 Pressemitteilung 03-09
Bei Bewerbung um Studienplätze regiert das Chaos!
MdL Piazolo fordert eine Verpflichtung zur Kooperation der Hochschulen mit der ZVS
München, 17. Februar 2009 Die Freien Wähler fordern eine verpflichtende Kooperation der Hochschulen mit der ZVS bei der Festlegung von Bewerbungsprozedere und Zulassung im hochschulinternen Verfahren.
Professor Dr. Michael Piazolo, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und hochschulpolitischer Sprecher der Freien Wähler im Bayerischen Landtag kritisiert: „Der neue Staatsvertrag über die Errichtung einer gemeinsamen Einrichtung für Hochschulzulassung ist viel politischer Wind um nichts!“
Die Freien Wähler plädieren daher für eine zentrale Anlaufstelle, die über Bewerbungskriterien informiert, Bewerbungsunterlagen entgegen nimmt, Zulassungen koordiniert und Zulassungsbescheide verschickt. Piazolo weiter: „Nur so lässt sich der enorme Bewerbungsaufwand für die Studierenden normalisieren und gleichzeitig die Kapazitätsverschwendung bei Studienplätzen durch Mehrfachzulassungen sowie die fehlende Abstimmung beim Nachrückverfahren beheben.“
In diesem Sinne begrüßen die Freien Wähler auch die so genannte Hamburger Initiative, an der sich neben den drei Universitäten in Hamburg deutschlandweit zehn weitere Hochschulen – unter anderem die Ludwig Maximilians Universität (LMU) in München – beteiligen wollen. Diese dreizehn Hochschulen wollen Ihre Termine für Bewerbung und Einschreibung künftig vereinheitlichen und die infolge von Mehrfachbewerbungen frei gebliebenen Plätze anschließend über eine sogenannte „Chancenbörse“, eine Art virtuellen Wühltisch im Internet vermitteln. „Um dieses Verfahren zu optimieren und den Aufwand nicht nur für die Hochschulen, sondern auch für die künftigen Studierenden zu reduzieren“, ist nach Ansicht von Professor Piazolo „allerdings eine zentrale und verpflichtende Koordination zwingend erforderlich“.