Prof. Dr. Michael Piazolo
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06.05.2009 Pressemitteilung


Cage-Fight in München – Freie Wähler fordern schnelles Verbot in Bayern
FW-Abgeordneter Piazolo: „Schluss mit diesen sittenwidrigen Gewalt-Orgien!“

München, 06. Mai 2009 Mit einem Dringlichkeitsantrag fordern die Freien Wähler die Bayerische Staatsregierung auf, umgehend alle notwendigen Schritte einzuleiten, damit generell keine weiteren Veranstaltungen in Bayern wie der sogenannte „Cage Fight“ am letzten Samstag in München zugelassen werden.

Der Münchner Landtagsabgeordnete Prof. Dr Michael Piazolo: „Wir brauchen nicht über zunehmende Gewaltkriminalität und sinkende Hemmschwellen im Umgang mit körperlicher Gewalt gerade auch bei Jugendlichen diskutieren, wenn derartige Veranstaltungen seitens der Regierung und Behörden nicht unterbunden werden. Daher ergeht unsere Aufforderung an die Bayerische Staatsregierung, umgehend zu handeln. Derart rein auf das Ausleben von direkter körperlicher Gewalt und brutaler Aggressivität ausgerichtete Pseudo-Wettkämpfe haben in einer modernen Gesellschaft keinen Platz. Wenn schon simulierte Gewalt in Computerspielen mit Altersauflagen und Verkaufsbeschränkungen einhergeht, dann muss erst recht das Ausleben und die Verherrlichung tatsächlicher Gewalthandlungen verboten sein.“

Für den Münchner Veranstalter mit dem programmatischen Namen AGGRELIN (Anmerkung: offenbar ein Kunstwort aus Aggression und Adrenalin) soll der Cage-Fight vom vergangenen Samstag nur der Auftakt und Test für weitere Prügeleien dieser Art gewesen sein. Wie der Internetseite www.aggrelin.com zu entnehmen ist, will man so „deutschen MMA-Athleten (Anmerkung: Marketing-Englisch für Multi Martial Arts) eine Plattform schaffen, um sich vor breitem Publikum zu präsentieren und sich für Kämpfe in großen Organisationen zu empfehlen“.

Die Freien Wähler im Münchner Stadtrat fordern daher auch mit einem eigenen Antrag an den Stadtrat, dass das KVR München alle rechtlichen und ordnungspolitischen Schritte einleitet, damit derartige Veranstaltungen und selbst die Werbung dafür künftig untersagt wird.

FW-Stadtrat Johann Altmann, als Polizist selbst mit zunehmender Gewaltkriminalität und einem generell erhöhten Gewaltpotential konfrontiert: „Wie können wir unsere Kinder und Jugendlichen zu gewaltfreiem Denken und Handeln erziehen, wenn die Erwachsenenwelt umgekehrt rohe körperliche Gewalt als Wettkampf aufführt. Hier reichen weder Altersbeschränkungen noch andere Auflagen aus. Denn bereits die werbliche Präsentation und Berichterstattung darüber ist geeignet, völlig falsche Signale auszusenden. Ich schließe mich dem Vizepräsidenten des bayerischen Landessportverbandes an. Diese Kämpfe sind ein Rückfall in die Gladiatoren-Sklaverei der Antike und ich fordere daher sofort ein umfassendes Verbot.“


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