Prof. Dr. Michael Piazolo
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25.06.2009 Pressemitteilung 13-09


Studie belegt: Studiengebühren werden flächendeckend abgelehnt
MdL Piazolo: „Über zwei Drittel der Studierenden sind mittlerweile gegen Studiengebühren!“

München, 25. Juni 2009 Die heute veröffentlichte Langzeitstudie „Gebührenkompass“ der Universität Hohenheim belegt: Die Zahl der Gegner von Studiengebühren ist mittlerweile flächendeckend auf 66 Prozent gestiegen. Befragt nach ihrer „Kundenzufriedenheit“ geben die Gebühren zahlenden Studierenden ihren Universitäten durchweg schlechte Noten: im Durchschnitt eine Vier Minus.

Prof. Dr. Michael Piazolo, hochschulpolitischer Sprecher der FW-Fraktion im bayerischen Landtag, sieht sich bestätigt: „Diese Studie belegt erneut, dass zum einen die Erhebung und auch der Einsatz der Gebühren für die Studierenden weitgehend intransparent und wenig nachvollziehbar geschieht. Zum anderen ist die flächendeckende Ablehnung bei zwei Drittel der Befragten ein klares Indiz für unsere Position: Studiengebühren sind unsozial, schaffen erhebliche Ungleichgewichte, sind für eine Wissensgesellschaft kontraproduktiv und müssen daher umgehend sowohl in Bayern als auch in den anderen Bundesländern, die welche erheben, wieder abgeschafft werden.“

Zwar schneidet Bayern neben Baden-Württemberg laut dem „Gebührenkompass“ bei der 'Zufriedenheit mit der Verwendung der Gebühren' noch am besten im Ländervergleich ab. „Aber eine Vier ist eben nur die Note für gerade noch ausreichende Leistungen“, so Piazolo weiter. „Dies zeugt bei weitem nicht von der 'Exzellenz', mit der sich Bayerns Hochschulen und Universitäten gerne schmücken.“

Kommende Woche werden die Freien Wähler daher im bayerischen Landtag in der zweiten Lesung zur Änderung des Bayerischen Hochschulgesetzes erneut deutlich auf die bestehenden Missstände und den gravierenden Nachbesserungsbedarf im Bayerischen Hochschulsystem hinweisen.

Prof. Piazolo: „Mit Blick auf die Bundestagswahlen sollte sich vor allem die CSU in der Regierungskoalition in Erinnerung rufen, wie sehr sie für ihre jahrelang fehlgeleitete und missratene Bildungs- und Familienpolitik bei der Landtagswahl vom Wähler abgestraft wurde. Das Europawahl-Ergebnis muss sich nicht automatisch wiederholen. Schon gar nicht, wenn man kaum die 50-Prozent-Marke im Blick wieder in die alten Denkstrukturen und Handlungsmuster zurück fällt. Noch ist Zeit und Raum für nachhaltige Korrekturen. Die entsprechenden Vorschläge der Freien Wähler liegen dazu auf dem Tisch und müssen von der Regierungskoalition nur aufgegriffen und umgesetzt werden.“


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