14.04.2010 Pressemitteilung 03-10
Ertüchtigung des Bahnknoten München
MdL Piazolo: Nein zum zweiten Stammstreckentunnel − Ja zur Verbesserung der Flughafen-Anbindung
Der Bahnknoten München bedarf dringender Verbesserungen – Für den Flughafen München ist eine adäquate Anbindung mittels Schienenverkehr an die Landeshauptstadt und vor allem die strukturschwachen Regionen Bayerns dringend nötig – Den 2. Stammstreckentunnel lehnen die Freien Wähler aus finanziellen und konzeptionellen Gründen ab
München, 14. April 2010 (mk) Wie die jüngsten Anträge von CSU und FDP deutlich zeigen, setzt die Bayerische Staatsregierung entgegen besseren Wissens weiterhin auf das Konzept „2.Stammstreckentunnel“ als wesentliche Antwort auf die Probleme am Bahnknoten München.
„Fakt ist“, so der Münchner Abgeordnete Prof. Dr. Michael Piazolo (Freie Wähler), „dass der Bahnknoten München dringend verbessert werden muss, um den gestiegenen Anforderungen und den kontinuierlich wachsenden Fahrgastzahlen gerecht zu werden. Auch für den internationalen Flughafen München ist eine adäquate Anbindung mittels Schienenverkehr sowohl an die Landeshauptstadt als auch insbesondere an die strukturschwachen Regionen Bayerns aus verkehrlichen wie infrastrukturellen, aber vor allem aus Gründen des Umweltschutzes geboten.“
Einen zweiten Stammstreckentunnel, parallel zur bereits vorhandenen S-Bahn-Stammstrecke in München, lehnen die Freie Wähler, so Piazolo, „sowohl aufgrund der zu erwartenden Kosten von im Ende sicherlich mehr als zwei Milliarden Euro, als auch aufgrund einer schlechteren Bewertung hinsichtlich seines allgemeinen Nutzens für Verkehr, Infrastruktur, Stadtplanung und Regionalentwicklung ab“.
Piazolo weiter: „Vor allem in den bereits seit längerem vorliegenden Konzepten zu Sanierung und Ausbau des Münchner Bahn-Südrings sehe ich eine effiziente und für die Infrastruktur Münchens wesentlich attraktivere Variante, um einige der dringlichsten Probleme im Schienenverkehr Münchens zu beseitigen. Die seitens der Bürgerinitiative Haidhausen diese Woche vorgelegte Untersuchung belegt, dass wir Freien Wähler mit unserer Kritik völlig richtig liegen. Der Wackel-Kurs der GRÜNEN in Stadt und Land ist damit umso unverständlicher, zumal in der Untersuchung der Schweizer Gutachter nochmal deutlich aufgezeigt wird, wie sehr durch die Staatsregierung und die von ihr beauftragten Gutachter getrickst wurde, um ein den eigenen Wünschen passendes Ergebnis zu bekommen.“
Die Freien Wähler werden daher unverändert bei ihrem Kurs bleiben und haben einen dementsprechenden Dringlichkeitsantrag heute in den Landtag eingebracht.