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Prof. Dr. Michael Piazolo
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27.05.2011 Pressemitteilung 09-11


Ruder-Weltcup auf der Olympia-Regattaanlage Oberschleißheim – Zukunft der Anlage ungewiss

Will der Freistaat Bayern die Olympia-Regattaanlage schließen?

Olympia-Regattaanlage ist seit ‘72 renommierte Institution im Rudersport – Will der Freistaat trotzdem die Kosten und die Regattaanlage insgesamt loswerden?

München, 27. Mai 2011 (mk) Wenn am kommenden Wochenende mit dem 13. Ruder-Weltcup einmal mehr ein internationales Sportereignis auf der Olympia Regattaanlage Oberschleißheim ausgetragen wird, wird sich kaum jemand vorstellen können, dass der Bestand und die Zukunft einer weiteren traditionsreichen Sportanlage der Olympiade ‘72 mehr als ungewiss sind. Laut dem Münchner Landtagsabgeordneten Prof. Dr. Michael Piazolo (Freie Wähler) sind derzeit die Finanzmittel für die Regattaanlage weitgehend eingefroren. Die Landeshauptstadt München ist seitens des Freistaat Bayern aufgefordert, bis 1. Juli ein schlüssiges Konzept zur Weiterführung vorzulegen.

Michael Piazolo: „Offenbar fällt es der Landeshauptstadt schwer, sich mit der hauptsächlich in ihrer Verantwortung liegenden Regattaanlage substantiell zu befassen. Zumindest sind seit 2007 mehrere Anfragen unseres FW-Stadtrates Johann Altmann bislang unbeantwortet, so dass dieser nun mittels Antrag umgehend eine Darlegung des aktuellen Sachstandes anmahnt. Der Handlungsdruck sollte jedenfalls ausreichen. Denn sieht man sich den Zustand der seit Jahren sträflich vernachlässigten und massiv unterfinanzierten Regattaanlage an, muss man sich vor den internationalen Gästen und auch den nationalen Teilnehmern glatt fremd schämen.“

Obwohl die Regattastrecke laufend für zahlreiche renommierte nationale und internationale Wettbewerbe verschiedenster Art genutzt wird, scheint das zusammen mit dem Training der Rudervereine und des ansässigen Ruderleistungszentrums dem Freistaat nicht ausreichend Grund die Anlage langfristig finanziell zu unterstützen. Seit der Olympiade 1972 wurden offensichtlich nur die allernötigsten Unterhaltsmaßnahmen genehmigt und durchgeführt.

Piazolo weiter: „Wenn man sich in der aktuellen Bewerbung für die Winterolympiade 2018 der bis heute genutzten Sportstätten von ‘72 und der damit verbundenen Nachhaltigkeit der deutschen Spiele rühmt, darf sich das in der Praxis nicht nur auf den Olympiapark und das zugehörige Stadion beschränken. Mit dem Reitstadion in Daglfing gibt es bereits ein unrühmliches Negativbeispiel für den teils nachlässigen Umgang mit dem Olympia-Erbe. Eine vergleichbare Entwicklung muss bei der Olympia-Regattaanlage unbedingt verhindert werden. Ich fordere daher alle Beteiligten, insbesondere den Freistaat und die Landeshauptstadt München auf, sich umgehend mit den Verantwortlichen aus den Sportvereinen und mit den Funktionären zusammenzusetzen und gemeinsam tragfähige Konzepte zu entwickeln. Ein Ultimatum und eine einseitige Beschränkung auf Kaderschmieden und Hochleistungssport als entscheidendes Förderkriterium sind dabei die denkbar schlechteste Ausgangsbasis. Im Stadtrat wie auch im Bayerischen Landtag werden sich die Freien Wähler massiv dafür einsetzen, dass diese traditionelle Anlage zur Nutzung für den Spitzen- wie auch den Breitensport erhalten bleibt.“

Hinweise für die Medien:

Der Pressemitteilung beigefügt ist der Stadtratsantrag der Freien Wähler zur Olympia-Regattaanlage


>>> Download der Pressemitteilung als PDF
>>> Download des Stadtratsantrages als PDF

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