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Prof. Dr. Michael Piazolo
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01.12.2011 Pressemitteilung


Debatte um Wohnsituation in München

Möglichkeiten gegen Mietpreissteigerungen und Wohnungsnot in München

FREIE WÄHLER diskutieren mit Münchner Bürgern steigende Mieten, Wohnungsmangel und Gentrifizierung

München, 01. Dezember 2011 (bg) „Wenn die Mieten weiter so steigen, kann ich mir eine Wohnung in München bald nicht mehr leisten“, schimpft eine ältere Frau. Sie und mehr als 30 weitere Bürger waren einer Einladung der Freien Wähler in das Augustiner Bürgerheim im Münchner Westend gefolgt, um Ideen und Konzepte gegen die sich zuspitzende Wohnungsnot zu diskutieren.

„Diese Befürchtung kann ich gut nachvollziehen“, bestätigt Prof. Dr. Michael Piazolo, Münchner FW-Vorsitzender und Landtagsabgeordneter die Sorgen der Teilnehmerin. „Viele Münchner fürchten zu Recht, die Mietpreisspirale nicht mehr lange durchhalten zu können“.

Die Freien Wähler fordern schon seit langem Anpassungen für einen „sozialeren Mietspiegel“. Freie Wähler Stadtrat Johann Altmann hatte dazu bereits entsprechende Anträge gestellt. Immerhin soll der Mietspiegel künftig nicht mehr nur fort geschrieben, sondern alle zwei Jahre neu erstellt werden.

Friedhelm Puhlmann, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Wohnanlagen am Perlacher Forst und Tegernseer Landstraße, reicht dies nicht aus: „Der Mietspiegel nützt gegenwärtig nur ‚Alt-Mietern‘ - auf Neuvermietungen hat er recht wenig Einfluss.“ Seiner Forderung nach einer stärkeren Regionalisierung für die Mietspiegel-Erhebung schließt sich Piazolo zwar teilweise an. Der Münchner FW-Vorsitzende sieht jedoch vielmehr Stadt und Land gefordert die Planung im Wohnungsbau den veränderten gesellschaftlichen Gegebenheiten besser anzupassen: „Sowohl Planungsbehörden als auch gesetzgeberische Rahmenbedingungen tragen den veränderten Bedingungen in München, wie mehr und mehr Studenten, Single-Haushalten, Klein-Familien, Alleinerziehenden oder auch einer alternden Gesellschaft, viel zu wenig Rechnung. Da kann und muss sich noch viel ändern. Vor allem den öffentlichen Wohnungsbau sehe ich hierbei direkt wie indirekt, etwa durch Anpassungen des Münchner Modells, gefordert.“

Kritik der FREIEN WÄHLER findet jedoch auch das bislang unkoordinierte und weitgehend unkontrollierte Wachstum der Metropolregion München. Piazolo: „Wir fordern eine Art ‚Wachstumskontrolle‘ für München. Stadt und Umland müssen in einem ausgeglichenen Verhältnis zueinander stehen. Sonst werden die wechselseitigen Probleme zu immer mehr unlösbaren Zielkonflikten führen. Besonders diese Idee fand auch bei den Anwesenden regen Zuspruch. Bürger-Initiativen und FREIE WÄHLER waren sich daher am Ende einig, künftig noch intensiver zusammenzuarbeiten, da man nur gemeinsam die anstehenden Aufgaben bewältigen könnte.

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