München - Stadt und Metropolregion
München - der Wahlkreis und seit vielen Jahren berufliche wie politische heimat von MdL Prof. Dr. Michael Piazolo - ist eine der größten Metropolen Deutschlands. Eine hohe Attraktivität als Wirtschaftsstandort und Lebensraum mit hohem Kultur- und Freizeitwert sorgt für kontinuierliches Wachstum. Das öffnet nicht nur ein breites politisches Handlungsfeld sondern schafft vielfältige Herausforderungen an die Politik.
Inhalte
Bürgerinitiative "Kreuzungsfreier Ring e.V."
WARUM eine BÜRGERINITIATIVE Kreuzungsfreier Mittlerer Ring München?
Verkehrslärm! Stau! Hohe Schmutz- und Staubbelastung! – Das alles gehört besonders am Mittleren Ring leider immer noch zum Alltag in München.
Trotz dreier Milliarden Euro teurer Tunnelabschnitte zerschneidet diese vierspurige Stadtautobahn weiterhin gewachsene Ortsstrukturen.
Der weiterhin zunehmende Verkehr wird eher schlecht als recht kanalisiert.
Konkrete Pläne zu einem weiteren Ausbau dieser zentralen Münchner Verkehrsader liegen jedoch bis heute von keiner verantwortlichen Stelle in Stadt oder Freistaat vor!
[Grafik: Vieregg&Rössler, für größere Ansicht anklicken]
Vor allem die Probleme und Beschwerden der Anwohner an drei der am meisten belasteten Teilabschnitte des Mittleren Ringes bleiben bis heute ungehört:
- Innsbrucker Ring mit Ortskern Ramersdorf
- Landshuter Allee (nördlich des Platzes der Freiheit)
- Chiemgaustraße / Tegernseer Landstraße (einschließlich McGraw-Graben und Ständlerstraße
Das muss sich ändern!
Engagierte, um das gesundheitliche Wohl und die Lebensqualität besorgte Münchnerinnen und Münchner haben sich daher zur Bürgerinitiative Kreuzungsfreier-Ring zusammengeschlossen, um den Anliegern und Betroffenen, um Ihnen, den Münchner Bürgerinnen und Bürgern endlich Gehör zu verschaffen!
WAS will die BÜRGERINITIATIVE erreichen?
Die Benachteiligung ganzer Stadtquartiere bei Gesundheit und Lebensqualität muss endlich aufgehoben werden.
Die bisherigen Baumaßnahmen am Mittleren Ring müssen sinnvoll abgeschlossen werden.
Die überparteiliche Bürgerinitiative Kreuzungsfreier Mittlere Ring versteht sich daher als Bürgerplattform, um auf kommunaler wie landespolitischer Ebene Anwohnerschutz und eine sinnvolle Verkehrsoptimierung am Mittleren Ring durchzusetzen.
Die ZIELE im DETAIL:
- Schutz der unmittelbar und mittelbar betroffenen Anwohner des Mittleren Rings vor Verkehrslärm, Abgasen und Staubbelastung
- Aufhebung der städtebaulichen Trennwirkung des Mittleren Rings und der teilweise erschwerten Überquerbarkeit für Fußgänger und KFZ-Verkehr
- Zügig fließender Verkehr auf dem Mittleren Ring ohne Ampeln, Staufallen etc.
- Kein „Schleichverkehr“ in der ringnahen Wohnbesiedlung
- Neue Schutzräume und Grünzüge am Mittleren Ring
- Aufwertung der Lebensqualität in den Stadtbezirken am Mittleren Ring
Veranstaltungen und Presseinformationen
10.04. Pressemitteilung zur Zukunftsstudie Ausbau des Mittleren Ring in München
12.07. Pressemitteilung mit Veranstaltungsinformation [Download als PDF]
21.07. Pressemitteilung zu den ersten beiden öffentlichen Diskussionsabenden [Download als PDF]
>>> Weiter zur Bürgerinitiative Kreuzungsfreier-Ring e.V. ...
Die Europäischen Metropolregion München (EMM) - ein breites Handlungsfeld für die Politik
Beschreibung
Gemäß Definition (Quelle: u.a. Wikipedia, siehe dort z. B. auch für weiterführende Informationen) ist eine Metropolregion "eine stark verdichtete Großstadtregion von hoher internationaler Bedeutung. Im Gegensatz zu einer Agglomeration, die aus einer Kernstadt und ihrem suburbanen, dicht bebauten Vorortbereich (Speckgürtel) besteht, ist der Begriff der Metropolregion weiter gefasst und schließt auch große ländliche Gebiete ein, die mit den Oberzentren der Region durch wirtschaftliche Verflechtungen und/oder Pendlerströme in enger Verbindung stehen".
Metropolregionen werden als Motoren der sozialen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung eines Landes betrachtet. Europäische Metropolregionen (EM) besitzen zudem auf Europa bezogen Schlüsselrollen für diese Entwicklung. Sie werden seit 1995 auf Bundesebene definiert, ausgewiesen und gefördert. Derzeit sind in Deutschland 11 derartige EM ausgewiesen; in Bayern sind dies Nürnberg und München:
Metropolregionen in Bayern im Vergleich |
Einwohner 1997 (Mio.) |
Einwohner 2006 (Mio.) |
Einwohner 2025 (BBR-Progn., Mio.) |
|---|---|---|---|
München |
4,90 |
5,20 |
5,58 |
Nürnberg |
3,48 |
3,51 |
3,43 |
Metropolregionen in Bayern im Vergleich |
Veränderung (1997-2006) (%) |
Veränderung (2006-2025) (%) |
Größte Städte |
EMR seit |
|---|---|---|---|---|
München |
+6,3 |
+7,3 |
M, A, IN |
1995 |
Nürnberg |
+0,9 |
-2,4 |
N, WÜ, FÜ, ER, BT, BA, HO |
2005 |
Am Beispiel der Europäischen Metropolregion München (EMM) soll dies für Bayern herausgestellt werden. Wesentliche Kernelemente der EMM sind ein Lenkungskreis, eine jährliche Metropolkonferenz und Arbeitsgruppen für projektbezogene Arbeit:
- Wissen: EMM soll eine der innovativsten Wissensregionen Europas werden
- Wirtschaft:
- Ausbau von Netzwerken und Kooperationen
- Intensivierung nationalen und internationalen Standortmarketings durch z. B.
- Präsentation auf internat. Fachmesse wie z. B. Expo Real
- Informationsbroschüre
- Umwelt und Gesundheit: Klimaschutz und Vernetzung der Gesundheitswirtschaft
- Mobilität: Verbesserung verkehrstechnischer Erreichbarkeit durch z. B.eine EMM-Abo-Plus-Card (Jahresticket für gesamte Metropolregion)
Beurteilung (Pro / Contra)
Pro (i. S. v. Vorteile):
- Regionalisierung als Reaktion auf Globalisierung → Vorteile durch Vernetzung, Kooperation und Arbeitsteilung auf größerer regionaler Ebene:
- Bessere weltweite Vermarktungschancen der einzelnen Gebiete
- Innovationsschub: Ausstrahlung auch in ländliche Räume
- Effektivere Interessenvertretung gegenüber Land, Bund, EU
- qualitative wie quantitative Förderung des Wirtschaftswachstum
- Stärkung regionaler Identität
- Bindung von Fachkräften an eine Region
Dabei speziell für den ländlichen Raum in der Metropolregion von Bedeutung:
- Verstärkte Wahrnehmung des Umlands
- Wissenstransfer
- Vermarktung unter dem gemeinsamen Dach der Metropolregion
- Bessere verkehrstechnische Anbindung an Zentren
- Klimaschutz als überregionale Aufgabe vernetzt umsetzbar
Contra (i. S. v. Nachteile):
- Verstädterung: allerdings verfolgt die EMM nicht das Ziel der Verstädterung;
- Eingriff in kommunale Planungshoheit der Gemeinden: es gilt jedoch das Prinzip der Freiwilligkeit bei der Teilnahme an einer EM;
- Weitere Bürokratisierung: EMM stellt jedoch keine neue verwaltungstechnische Planungseinheit dar, sondern ist als Verein mit einfacher Gremienstruktur organisiert;
Position und Forderungen
Nicht zuletzt aufgrund einer sehr hohen und kontinuierlich zunehmenden Bevölkerungsdichte zeichnet sich die EMM aus. Betrachtet man in diesem Zusammenhang nur einmal die letzten Wahlergebnisse (vgl. ANLAGE Wahlergebnisse), dann zeigt sich allein daran eine herausgehobene Bedeutung von Metropolregionen für die Politik der FW. Hinzu kommt, dass Metropolregionen einen engen Zusammenschluss von verschiedenen Akteuren aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Forschung bedeuten; etwa in der EMM: Landkreise und Städte, Industrie- und Handelskammern, Unternehmen (Audi, DB, Flughafen München, MAN-Roland, Kathrein-Werke), Mitglieder der Initiative Wirtschaftraum Südbayern, Regierungsbezirke, Planungsverbände, DGB, ADAC, Hochschulen und Forschung.
Metropolregionen haben daher eine zentrale Bedeutung für die Gesamt- Leistungsfähigekeit des Freistaats Bayern. Eng sind hier ländliche und städtische Räume verbunden. Daraus ergeben sich für die FW zentrale Aufgaben und Forderungen:
- Aufgrund derzeitiger politischer Strukturen, in denen Großstädte wie Nürnberg oder München SPD regiert sind, der sie umgebende Metropolraum aber weitgehend von FW oder CSU regiert wird, ist die oft proklamierte Vernetzung der Metropolregion häufig nur schwach oder gar nicht gegeben → die FW wollen hier verstärkt als integrierendes und verbindendes Element wirken.
- Natürlich gegebene Synergien sind im Bereich der allgemeinen Infrastruktur, der Verkehrsinfrastruktur, in der Bildung und Ausbildung, aber auch in der Arbeitsmarktpolitik besser und v.a. unabhängig von Partei-Ideologien zu nutzen.
- Metropolregionen sind gleich zu den übrigen eher ländlich geprägten Räumen zu gewichten: in beiden Bereichen gibt es jeweils typische Defizite und Herausforderungen, die gleichwertig betrachtet werden müssen.
Quellen und weiterführende Informationen:

